1. Oliver Pocher: Der unlustige Clown, der nicht merkt, dass die Show vorbei ist
Man stelle sich einen Comedian vor, der keiner ist. Einen Satiriker ohne Satire. Einen Humoristen ohne Humor. Und schon steht Oliver Pocher auf der Bühne – oder besser gesagt: irgendwo zwischen Dschungelcamp-Kandidaten, Trash-TV-„Stars“ und Instagram-Kleinkriegen. Es gibt Menschen, die sind lustig. Es gibt Menschen, die versuchen es zumindest. Und dann gibt es Oliver Pocher.
Die Karriere des schlechten Geschmacks
Pocher ist seit Jahren im Fernsehen, irgendwie. Seine Karriere begann mit den üblichen billigen Gags: plumper Klamauk, aufgedrehte Gesten und der Versuch, Harald Schmidt nachzueifern – allerdings ohne dessen Intelligenz, Charme oder Timing. Während Schmidt mit einem Satz mehr Schlagkraft hatte als Pocher mit einer ganzen Sendung, setzte der kleine Oliver lieber auf Grimassen und dümmliche Pseudo-Satire.
Seine grosse Leistung? Er hat es geschafft, so lange auf Kosten anderer zu existieren, dass es immer noch Leute gibt, die ihm Aufmerksamkeit schenken. Man könnte fast meinen, seine Karriere sei ein Sozialexperiment: Wie lange kann ein Mensch ohne echten Humor im deutschen Fernsehen überleben?
Die Antwort scheint „viel zu lange“ zu sein.
Wenn Häme alles ist, was bleibt
Pochers „Markenzeichen“ ist es, sich über andere lustig zu machen. Jetzt könnte man sagen: „Na gut, das gehört zur Comedy.“ Stimmt. Aber es gibt einen Unterschied zwischen scharfem Witz und blosser Boshaftigkeit. Ein guter Comedian entlarvt gesellschaftliche Absurditäten, deckt Missstände auf, hält der Welt den Spiegel vor. Pocher hält sich selbst den Spiegel vor und lacht am lautesten über sein eigenes Spiegelbild.
Seine Angriffe sind nicht klug, nicht scharfzüngig, nicht pointiert – sie sind einfach nur laut. Wer ihn schon einmal in einer Talkshow erlebt hat, weiss, dass er immer dann am meisten lacht, wenn er selbst spricht. Das ist eine der Grundregeln des Humors: Wenn du der Einzige bist, der deinen Witz lustig findet, war es keiner.
Pocher macht sich über alles und jeden lustig, solange es ihm Klicks bringt. Pech nur, dass die meisten dieser Gags das intellektuelle Niveau einer Wanderdüne haben. In seinen „Parodien“ auf Influencer bewegt er sich auf dem schmalen Grat zwischen „Cringe“ und „kompletter Fremdscham“. Es ist wie ein alter Mann, der verzweifelt versucht, sich als Jugendlicher auszugeben – nur dass Pocher nicht alt, sondern einfach nur unangenehm ist.
Comedian? Dieser Begriff sollte geschützt sein!
Man könnte jetzt argumentieren: „Aber er ist doch ein Comedian!“ Nein. Oliver Pocher ist kein Comedian. Er ist ein Mann mit Mikrofon. Das ist ein grosser Unterschied.
Wenn Comedy eine geschützte Berufsbezeichnung wäre, hätte Pocher ein Problem. Er wäre dann ungefähr so qualifiziert wie ein Schimpanse mit einer Krawatte als Bankberater. Der Unterschied: Der Schimpanse hätte immerhin Unterhaltungswert.
Echte Comedy braucht Tiefgang, Kreativität, ein Gespür für Timing und eine gewisse Originalität. Bei Pocher gibt es nichts davon. Seine „Gags“ sind so vorhersehbar wie das Amen in der Kirche: „Oh, ein Influencer hat ein Produkt beworben? Haha, ich tue so, als ob ich das auch tue!“
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