1. Die ewigen Corona-Deppen: Wie Verschwörungstheoretiker und Querdenker noch immer gegen die Realität kämpfen
Es ist der 16. März 2025. Genau fünf Jahre sind vergangen, seit der erste Hamsterkäufer in der Migros panisch Klopapier gebunkert hat. Fünf Jahre, seit Experten die Pandemie erklärten, Wissenschaftler Impfstoffe entwickelten und normale Menschen – also solche mit Gehirn – sich anpassten. Und doch gibt es sie immer noch: die unerschütterlichen Corona-Leugner, Verschwörungsgläubigen und Querdenker. Diese unermüdlichen Kämpfer gegen die Realität haben sich in ihren Telegram-Katakomben eingegraben wie Kellerasseln, nur um weiterhin das Offensichtliche zu bestreiten.
Es ist faszinierend: Während die Welt sich weiterdreht, die Wissenschaft längst Bilanz gezogen hat und selbst die hartnäckigsten Skeptiker irgendwann still wurden, halten diese Clowns ihre längst widerlegten Märchen am Leben. Sie kreisen immer noch um die gleichen ausgeleierten “Argumente” wie ein überforderter Verschwörungstheoretiker an der Montagsdemo, der sich in seinem Aluhut verheddert hat.
Die Elite will uns unterdrücken! (Aber ich poste es trotzdem auf Facebook)
Ihr grösster Running Gag: Die „globale Diktatur“. In ihren feuchten Fantasien planten Regierungen und Pharmaunternehmen einen weltweiten Knebelvertrag, um die Menschheit zu unterjochen – mit einem Impfstoff, der, je nach Tagesform, entweder tödlich, wirkungslos oder ein Super-Chip zur totalen Kontrolle war.
Die Logik dahinter ist so löchrig wie ein Schweizer Käse. Einerseits soll die grosse, böse Elite mit allen Mitteln versuchen, jede kritische Stimme zum Schweigen zu bringen – andererseits kann Hanspeter aus dem Zürcher Oberland seit fünf Jahren ungestört auf Facebook posten, dass Bill Gates ihm jetzt seine Gedankengänge steuert. Macht total Sinn.
Todesfälle durch die Impfung? Natürlich. Und das Brot in der Migros bringt auch Krebs.
Ein weiteres Lieblingsmärchen: die „ungezählten Impfopfer“. Während seriöse Statistiken zeigen, dass Impfungen Millionen von Leben gerettet haben, basteln die Hardcore-Leugner aus einzelnen tragischen Fällen eine globale Verschwörung. Plötzlich ist jeder Herzinfarkt, jeder plötzliche Tod – ach was, vermutlich sogar jeder eingewachsene Zehennagel – auf die Impfung zurückzuführen.
Das Prinzip ist simpel: Man ignoriert einfach jede wissenschaftliche Einordnung und klatscht stattdessen willkürliche Behauptungen zusammen. Und wenn jemand widerspricht? Dann ist er Teil der Verschwörung! Praktisch, nicht?
Die “Diktatur”, in der alle einfach machen können, was sie wollen
Ein absoluter Klassiker unter den Querdenkern war die Behauptung, die Schweiz sei in eine „Corona-Diktatur“ verwandelt worden. Das war besonders amüsant, wenn man sich anschaute, wie diese „Diktatur“ in der Praxis aussah:
• Leute, die gegen die “Unterdrückung” protestierten – ohne Konsequenzen.
• Telegram-Gruppen voller Hetze – ungestört.
• Pseudomediziner, die weiter ihre Globuli und Wundermittel verkauften – frei und munter.
Kurz gesagt: Eine der unfähigsten „Diktaturen“ aller Zeiten.
Und jetzt? Ein Leben in der Parallelwelt
Fünf Jahre nach der Pandemie könnte man ja meinen, dass auch die letzten Verschwörungsliebhaber irgendwann ihr Spinnennetz abgelegt haben. Aber nein – die Kellerasseln der Desinformation haben sich einfach neue Themen gesucht. Jetzt geht es um 5G, den „Great Reset“ und natürlich um die nächste angebliche Gesundheitsdiktatur, die ganz bestimmt schon bald kommt.
Die grosse Frage ist: Wie lange kann man sich gegen die Realität wehren, bevor man merkt, dass man einfach ein Idiot ist? Nun, wenn wir eines gelernt haben, dann das: Manche Leute haben eine unerschöpfliche Energie, sich lächerlich zu machen. Und seien wir ehrlich – ein bisschen Unterhaltung liefern sie ja schon.
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